Die Zeit vergeht so schnell, wie die Arbeit Spass macht. Gerne schaut Quadrapoda auf eine kleine Auswahl von vergangen Projekten zurück.


2018

 

Wiesel im Seeland

Die beiden Wieselarten Mauswiesel und Hermelin sind unsere kleinsten einheimischen Raubtiere. Seit einigen Jahren werden bei beiden Arten in der Schweiz, insbesondere im Mittelland, starke Abnahmen der Populationen vermutet. Ein wichtiger Faktor dieses Rückgangs sind die drastischen Veränderungen in der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten: Wiesel kommen in halboffenem Habitat mit vielen Leit- und Kleinstrukturen vor. Dieser Lebensraum ist aber in weiten Teilen des Schweizer Mittellandes verschwunden oder besteht heute nur noch aus  Restfragmenten.

 

In einem Projekt wurde das Berner Seeland - eine typische Region im Mittelland - systematisch auf Vorkommen von Wiesel untersucht. Mit 24 Spurentunnels wurden über 2 Jahre hinweg Nachweise von Kleinraubtieren gesammelt. So konnte der Kenntnisstand über das Vorkommen und die Verbreitung der Wiesel und des Iltisses vergrössert werden.

 

Mit den Daten flossen anschliessend in Lebensraummodelle und Metapopulationsanalysen sein.

Der Bericht steht nun zur Verfügung und darf gerne angefordert werden.

 

Doch wir sind nicht am Ende: Weitere Daten sollen die Resultate verifizieren und damit die Grundlage für eine Broschüre/Vorgehensweise für Wieselfördermassnahmen bieten.

Auch lassen wir die Wiesel im Seeland nicht so stehen. Es gilt, die fragmentierten Lebensrauminseln nun wieder zu vernetzen und die Wirksamkeit dieser Vernetzung zu kontrollieren.

 

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Wildlife Analysis GmbH durchgeführt.

Unterstützt wurde das Projekt von der Stotzer-Kästli-Stiftung, vom Berner Jägerverband, der Hans Vontobel Stiftung zur Förderung des Gemeinwohls, der Knechtli-Kradolfer Stiftung und der Zigerli-Hegi Stiftung.

Wir danken ganz herzlich für das Vertrauen.


2017

 

International Wildlife Research Week (Juli 2017)

Es war schon das zweite Mal, wo Quadrapoda mitten drin war, wenn Jugendliche aus allen Ecken Europas im abgelegenen Münstertal forschen.

 

Ein Projekt der Stiftung Schweizer Jugend forscht.

 

Haselmäuse zmitzt in Bern?

Zwei Haselmäuse wurden in der Burgundersiedlung in Bern gemeldet. Kommen sie dort tatsächlich vor? Mit einem kleinen Spurentunnelprojekt versuchten die Bewohner der Siedlung den kleinen Tierchen auf die Schliche zu kommen.

 

Ein Projekt von Stadtgrün Bern.


2016

 

Fledermauskurs 2016

Zwei Jahre nach dem ersten Kurs wurde wiederum ein 6teiliger Fledermauskurs im Kanton Bern durchgeführt. Evolution, Systematik, Ökologie und Schutzmassnahmen waren Themen des Kurses.

 

Zusammenarbeit  mit Marianne Rutishauser, dipl. Biologin
Unterstützt wurde das Projekt vom Fledermausverein Bern, CCO - Centre de coordination ouest pour l'étude et  la protection des chauves-souris, Suisse, dem ANF - Amt für Naturförderung des Kanton Bern sowie von Pro Natura Bern.


2015

 

Wissenschaftliches Lektorat

Die Biologin und Wieselexpertin Helen Müri veröffentlicht in diesem Herbst ihr Buch "Die kleine Wildnis". Thema dieses Buches sind die Klein- und Mittelsäuger in unserer Landschaft, deren ökologische Nischen und die Beziehungsnetze und Wechselwirkungen zwischen den Arten. Das Buch erscheint im Dezember im Haupt Verlag.

 

Workshop Urban Wildlife Ecology (Idee & Fundraising)

Im Herbst 2015 fand der erste Urban Wildlife Ecology Workshop innerhalb des PhD Programmes Ecology der Universität Zürich statt. Inhalt dieses einwöchigen Kurses waren unter anderem die Einführung in Stadtökologie, soziologische Einflüsse, rechtliche und politische Grundlagen und Citizen Science. Exkursionen ins Stadtgebiet und an Wildkorridore rundeten diesen Kurs ab. Im 2016 wird der zweite Teil durchgeführt.

 


 2014

 

Fledermauskurs

Der sechsteilige Kurs mit 3 Theorieabenden und 3 Exkursionen wandte sich an interessierte Personen sowie an Fachleute in der Verwaltung, Kirche und Umweltbüros. Inhalt waren u.a. Artenkenntnis, Biologie, Ökologie und Schutzmassnahmen der einheimischen Fledermausarten.

 

Zusammenarbeit mit Marianne Rutishauser, dipl. Biologin

Unterstützung  durch den Fledermausverein Bern, CCO - Centre de coordination ouest pour l'étude et  la protection des chauves-souris, Suisse und dem ANF - Amt für Naturförderung des Kanton Bern

 


2011

 

Wieselkoffer

Die beiden Wieselarten, Hermelin und Mauswiesel, sind wichtige Prädatoren von Wühlmausen und anderen Nager in der Landwirtschaft. Trotzdem sind diese Arten weitgehend unbekannt. Für Schulen und andere interessierte Gruppen wurde ein sogenannter Wieselkoffer konzipiert mit Unterrichtsmaterial zu den Wiesel. Seit 2013 ist der Koffer an die Wanderausstellung zu Hermelin und Wiesel angeschlossen.

 

Unterstützung der Hans-Vontobel-Stiftung zur Förderung des Gemeinwohls            

 


2010

 

Wochenstuben in Mühlacker DE

Quartiermangel ist ein zentrales Problem für die Fledermausarten, die Estriche und andere

Schlupfwinkel am Gebäude nutzen. Viele Gebäude werden umgebaut, abgerissen oder renoviert

und weisen danach nicht mehr gute Bedingungen für Fledermäuse auf. Um Fledermäuse und ihre

Quartiere in der Stadt Mühlacker (Deutschland) besser zu schützen, wurde im Auftrag des BUND

Regionalverbandes Nordschwarzwald im August Wochenstuben in verschiedenen Stadtteilen

gesucht.

 

Flugrouten von Mausohren in Burgdorf

Das Grosse Mausohr ist eine stark bedrohte Fledermausart in der Schweiz, mit etwa 20 Kolonien im

Kanton Bern. Auf dem Gelände um das Gebäude der Kolonie in Burgdorf stehen in den nächsten

Jahren bauliche Veränderungen an. Es wurde eine Pilotstudie zu den Flugwege der Tiere vom

Quartier bis zu den Jagdgebieten durchgeführt. Die Erkenntnisse tragen dazu bei, dass das Quartier

nicht nur zu erhalten bleibt, sondern geben Inputs für zusätzliche Fördermassnahmen bei 

der Planung der Fläche.

 

Unterstützt wurde das Projekt von der ANF und Stadt Burgdorf

 


2009

 

Social attitudes towards bats

Was hält die Berner Bevölkerung von Fledermäusen? Welche Emotionen lösen die Tiere aus und was weiss man über ihren Schutz? Zusammen mit einem Soziologen wurde eine schriftliche Umfrage im Kanton Bern durchgeführt und ausgewertet.

 

Zusammenarbeit mit Dr. Robert Home, Soziologe