Aktuelle Projekte

Lebensader Ufervegetation

Flugkorridore für Fledermäuse im Oberaargau

Zeig mir Deine Maus, Katze!

Wiesellandschaft Jurapark

Wildwechsel (Stadt Bern)


Lebensader Ufervegetation

Bäche und die dazugehörige Ufervegetation sind oft die letzten Vernetzungsachsen für Tiere in einer sonst ausgeräumten Landschaft. Doch hier besteht dringend Handlungsbedarf. Viele Bäche wurden in den letzten 50 Jahren eingedolt. Die restlichen Gewässer wurden stark eingeengt. Dabei wurde der Ufervegetationsstreifen stark verringert oder so gestaltet, dass er nicht mehr naturnah ist.

Zusätzlich zur Bedeutung als funktionelle Vernetzungsachse fehlen den Fliessgewässern vielerorts Kleinstrukturen wie beispielsweise Ast- und Steinhaufen und Feuchtstellen. Solche Strukturen bieten Unterschlüpfe, Aufzuchtsorte aber auch Überwinterungsplätze für viele Tierarten. Vor allem in stark anthropogenen Landschaften, wo Landwirtschaft aber auch Freizeitaktivitäten in unmittelbarer Nähe von Gewässer betrieben werden, braucht es eine grosse Anzahl Rückzugsorte entlang dieser Verbindungsachsen.

Die zahlreichen Gewässer, die das Grosse Moos queren, bieten hierbei ein grosses Potential. Mit relativ geringem Aufwand können die Uferbereiche ökologisch aufgewertet werden, so dass eine flächendeckende Vernetzung wieder hergestellt werden kann. Zielarten sind die beiden Wieselarten, Fledermäuse und die Haselmaus. Trägerschaft des Projekts ist der Biotopverbund Grosses Moos.

Erste Aufwertungen fanden 2019 am Stägmattenkanal statt. In Absprache mit dem AWA und in Zusammenarbeit mit Pro Natura Seeland pflanzten freiwillige Helferinnen und Helfer Gebüschgruppen und schichteten Asthaufen auf.

Wiesel fördern - Wühlmäuse dezimieren

 

Im März 2020 findet in Gampelen ein Wiesel-Workshop mit Informationen zu Lebensweise, Lebensraumansprüche und Fördermassnahmen vom Hermelin statt. An geeigneter Stelle werden Asthaufen für Wiesel praktisch umgesetzt.

 

Datum: Freitag, 20. März 9-11.45 Uhr

Genauer Treffpunkt wird noch bekanntgegeben

Anmeldung: bis 10. März 2020 an i.weinberger@quadrapoda.ch | 031 328 33 53

 

Das Video wurde am Stägmattenkanal aufgenommen und für die derzeitige Sonderausstellung zu Wiesel im Naturmuseum Solothurn produziert: www.naturmuseum-so.ch.

Das Projekt Lebensader Ufervegetation wird von der Abteilung für Naturförderung des Kantons Bern, der Stotzer-Kästli Stiftung und der Susanne und Martin Knechtli-Kradolfer-Stiftung finanziell unterstützt. Das Projekt wird eng vom Amt für Wasser und Abfall begleitet. Die Aufwertungen werden in Zusammenarbeit mit Pro Natura Seeland durchgeführt.


Flugkorridore für Fledermäuse im Oberaargau

Es gibt über 23 Arten Fledermäuse im Kanton Bern. Alle sind geschützt und doch sind die meisten Bestände rückläufig. Ein Grund dafür sind fehlende Flugkorridore zwischen Quartier und Jagdrevier. Dabei nutzen Fledermäuse Hecken, Waldränder, Baumalleen und andere Strukturen im Raum. Wo der Abstand zwischen zwei Gebüschgruppen oder Bäumen mehr als 20 Meter beträgt, kann das bei einigen Arten wie den Langohren oder den Hufeisennasen bereits als Barriere wirken.

Auch im Oberaargau sind zahlreiche Fledermausarten vorhanden - und die Vernetzung zwischen Quartieren in Dörfern zu den umliegenden Wäldern sind oft sehr spärlich vorhanden. Mit neuen Hecken und neu gesetzten Bäumen werden in diesem Projekt bereits bestehende Flugkorridore aufgewertet und neue Korridore geschaffen.

 

Das Projekt wird unter anderem finanziert von der Abteilung für Naturförderung des Kantons Bern und dem Fledermausverein Bern.

 


Zeig mir Deine Maus, Katze!

Rund 90 wildlebende Säugetierarten leben in der Schweiz. Während die jagdbaren Arten wie Reh, Fuchs und Wildschein relativ gut untersucht sind, klaffen grosse Lücken beim Wissen über die Kleinsäugetiere. Verbreitungsgebiete der Mäuse und Spitzmäuse sind oft nur ansatzweise bekannt. Dabei machen diese Arten einen Drittel der einheimischen Säugetierfauna aus. Wie kann man diese Lücken schliessen?

 

Im Projekt „Zeig mir deine Maus, Katze!“ zählten wir auf die Beteiligung der Bevölkerung in den Kantonen Solothurn und Bern. Über 1.4 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sind ausgeprägte Jäger und bringen immer wieder Beutetiere zu ihren Besitzern nach Hause. Wer selber eine Katze hat, kennt die Situation vielleicht: äusserst stolz präsentiert der eigene Hauskater eine tote Maus auf dem Küchenboden. Was nun? Die meisten versuchen, dieses „Geschenk“ möglichst rasch und unauffällig entsorgen. Doch im letzten Jahr war alles anders: Denn auf diese Mäuse, Spitzmäuse, Fledermäuse, Wiesel und Bilche hatten es das Naturmuseum Solothurn und Quadrapoda abgesehen.

 

Wer tote Kleinsäuger von seiner Katze erhielt, konnte die geschenkte Beute ab sofort an uns weiterverschenken. Dafür gab es eine Anzahl von Abgabestellen in den Kantonen Bern und Solothurn, wo man die Tierchen gut verpackt und beschriftet übergeben konnte.

 

Auf der Webseite des Naturmuseums finden sich alle Informationen zum Projekt.

Download
Der Flyer zum Projekt "Zeig mir Deine Maus, Katze"
Flyer_KatzeMaus.pdf
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Atlas_KatzenMaus_Endbericht.pdf
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Das Projekt wird finanziert von der Stotzer-Kästli-Stiftung, der Stiftung Temperatio und dem Berner Tierschutz.

Unterstützt werden wir von der SGW/SSBF. Das Projekt ist Teil des neuen Säugetieratlas Schweiz & Liechtenstein

 



Wiesellandschaft Jurapark

Das Mittelland gilt vielerorts als ausgeräumte und fragmentierte Landschaft. Speziell Arten, die an strukturreiche Landschaften gebunden sind, macht das Probleme. Die beiden Wieselarten Hermelin und Mauswiesel sind zwei dieser Arten, die auf die Verliererseite gehören.

Die Stiftung WIN Wieselnetz hat deshalb ein Grossprojekt zur schweizweiten Förderung und Vernetzung von Lebensräumen initiiert. Dabei werden grosse Räume ausgeschieden, die jeweils an Nationale Wildtierkorridore angebunden sind. Innerhalb dieser Räume werden die noch guten Lebensrauminseln aufgewertet und miteinander vernetzt - und die einzelnen eigenen Räume ebenfalls miteinander vernetzt. So wird die Durchgängigkeit gefördert und Lebensraum für diese kleinen und doch so grossen Jäger geschaffen.

Ein wichtiges Bindeglied innerhalb dieser Perlenkette aus Räumen ist das Gebiet des Juraparks Aargau. Als Teil der Projektleitung wirkt Quadrapoda bei der Planung und Aufwertung dieses Gebiets für Wiesel mit.

 

Zusammenarbeit mit UNA und dem Jurapark Aargau

Unterstützung von Temperatio Stiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, Jurapark Aargau


Wildwechsel

Wildwechsel ist ein spannendes Pilotprojekt von Stadtgrün Bern zur Förderung der Natur in der Stadt. Zweimal jährlich steht dann der grüne Baustellen-Wagen für jeweils einige Wochen an einem Standort in Bern und informiert und animiert die Quartierbewohner, "ihre" Natur in ihrem Quartier kennenzulernen und zu fördern. Hier finden spannende Exkursionen statt und Aktionen laden zum Mitmachen ein. Und der eine oder andere Quartierbewohner lässt sich für einen umweltfreundlichen Garten beraten.

 

Quadrapoda unterstützt Stadtgrün bei spezifischen Fragen zu den Wildtieren in Gärten und führt im Zusammenhang mit Wildwechsel im Jahr 2018 eine öffentliche Führung zu Kleinsäuger durch.