Aktuelle Projekte

Zeig mir Deine Maus, Katze!

Säugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein

Wilde Tiere in der Stadt

Wiesellandschaft Jurapark

Wildwechsel (Stadt Bern)

Berner Haselmäuse


Zeig mir Deine Maus, Katze!

Rund 90 wildlebende Säugetierarten leben in der Schweiz. Während die jagdbaren Arten wie Reh, Fuchs und Wildschein relativ gut untersucht sind, klaffen grosse Lücken beim Wissen über die Kleinsäugetiere. Verbreitungsgebiete der Mäuse und Spitzmäuse sind oft nur ansatzweise bekannt. Dabei machen diese Arten einen Drittel der einheimischen Säugetierfauna aus. Wie kann man diese Lücken schliessen?

 

Im Projekt „Zeig mir deine Maus, Katze!“ zählen wir auf die Beteiligung der Bevölkerung in den Kantonen Solothurn und Bern. Über 1.4 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sind ausgeprägte Jäger und bringen immer wieder Beutetiere zu ihren Besitzern nach Hause. Wer selber eine Katze hat, kennt die Situation vielleicht: äusserst stolz präsentiert der eigene Hauskater eine tote Maus auf dem Küchenboden. Was nun? Die meisten versuchen, dieses „Geschenk“ möglichst rasch und unauffällig entsorgen. Doch in diesem Jahr kann alles anders werden. Denn auf diese Mäuse, Spitzmäuse, Fledermäuse, Wiesel und Bilche haben es das Naturmuseum Solothurn und Quadrapoda abgesehen.

 

Wer tote Kleinsäuger von seiner Katze erhält, kann nämlich die geschenkte Beute ab sofort an uns weiterverschenken. Dafür gibt es eine Anzahl von Abgabestellen in den Kantonen Bern und Solothurn, wo man die Tierchen gut verpackt und beschriftet übergeben kann.

 

Auf der Webseite des Naturmuseums finden sich alle Informationen zum Projekt inkl. wie man eine tote Maus handhabt und wo man sie abgeben kann.

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Der Flyer zum Projekt "Zeig mir Deine Maus, Katze"
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Das Projekt wird finanziert von der Stotzer-Kästli-Stiftung, der Stiftung Temperatio und des Berner Tierschutzes.

Unterstützt werden wir von der SGW/SSBF. Das Projekt ist Teil des neuen Säugetieratlas Schweiz & Liechtenstein

 


Das Tier des Jahres: das Hermelin

Im laufenden Jahr ist das Hermelin das Tier des Jahres von Pro Natura. Das freut Quadrapoda ungemein, springt das Hermelin schon seit bald 10 Jahren aus dem eigenen Logo heraus.

 

Mit dem einen oder anderen Vortrag oder Exkursion trägt Quadrapoda dazu bei, diese wunderschöne und faszinierende kleine Raubtierart im Jahr 2018 zu feiern und zu fördern.

 


Säugetieratlas der Schweiz

1995 erschien der erste Atlas der Säugetiere der Schweiz. Das Nachschlagewerk ist jedoch seit langem vergriffen und in vielen Bereichen nicht mehr aktuell. Auf Initiative der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie SGW-SSBF soll deshalb ein neuer Säugetieratlas entstehen.

 

Quadrapoda ist beim neuen Säugetieratlas der SGW-SSBF nur marginal beteiligt und unterstützt das Naturmuseum Solothurn bei der Bekanntmachung dieses Projekts (einen ausführlichen Projektbeschrieb findet sich hier).

 

Mitmachen ist erwünscht, indem man seine Säugetierbeobachtungen und Funde meldet:

  • Eintragen auf der Online-Meldeplattform www.säugetieratlas.wildenachbarn.ch
  • Abgeben von toten Tieren an zuständige Stellen. In der Region Bern/Solothurn können Totfunde dem Naturmuseum Solothurn oder dem Naturhistorischen Museum Bern nach Absprache abgegeben werden.
  • Im August 2017 findet wieder das Säugetiercamp statt. Wer sich für Kleinsäuger und deren Nachweismethoden interessiert, kann sich hier informieren und anmelden.

 Tote Maus gefunden? Eine Spitzmaus, eine Fledermaus oder ein Bilch? Und Sie haben keine Ahnung, was es ist? Gerne können Sie sich bei Quadrapoda oder über saeugetieratlas[at]solothurn.ch melden, um Hilfe bei der Bestimmung dieser Tiere zu erhalten.

 


Wilde Tiere in der Stadt Bern

Welche Wildtiere leben in der Stadt? Welche leben auf einem bestimmten Areal? In diesem Sommer überprüft Quadrapoda mit Spurentunnel, Fotofallen und Fledermausdetektor eine grüne Insel mitten in der Stadt Bern auf Säugetiervorkommen und trägt so bei zum Wissenstand und Verständnis über Säuger in der Stadt.



Fledermäuse im Smaragdgebiet Oberaargau

Arten können lokal, regional, national sowie international gefährdet sein. Das Programm "Smaragd" wurde mit dem Ziel gestartet, ein länderübergreifendes Netzwerk an Schutzgebieten aufzubauen, um europaweit gefährdete Arten und Lebensräume zu schützen. Eines der 37 in der Schweiz ausgewiesenen Gebiete ist das Smaragdgebiet Oberaargau. Neben auch sehr spannenden Tieren wie der Bitterling oder die Helmazurjungfer leben in diesem Gebiet auch mindestens 10 Fledermausarten, davon gelten zwei als sogenannte Smaragdarten.

Das Projekt "Fledermäuse im Smaragdgebiet Oberaargau" zielt darauf ab, die dort vorkommenden heiklen Arten zu fördern. Mittel dazu können u.a. den langfristigen Schutz der Wochenstube, Aufwertungen von Lebensräumen und Instandstellung von guten Vernetzungen beinhalten. Die Datengrundlage zu Fledermausvorkommen im Gebiet ist jedoch gering. Daher wird als erstes Modul dieses Projekts intensive Aklärungen zu Fledermausvorkommen durchgeführt.

Im Sommer 2016 wurden die öffentlichen Gebäude im Smaragdgebiet Oberaargau nach Wochenstuben durchkämmt. Weitere Quartiere wurden durch ihr Schwarmverhalten im Hochsommer gesucht und Meldungen aus der Bevölkerung werden nachgegangen.

 

Mit den Meldungen aus dem Jahr 2016 geht es nun weiter: wieviele Tiere sind in den neu gefundenen Quartieren überhaupt Zuhause? Wie sieht es mit den Vernetzungen aus von Quartier in die nächsten Jagdgebiete? Im Sommer 2017 werden mit Hilfe des Fledermausverein Bern die gefundenen Quartiere genauer untersucht. Speziell die Flugrouten werden angeschaut, um anschliessend konkrete Massnahmen für die jeweiligen Kolonien zu definieren und planen zu können.

 

Zusammenarbeit mit MaRuNat

Unterstützt von der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern und dem Fledermausverein Bern


Wiesellandschaft Jurapark

Das Mittelland gilt vielerorts als ausgeräumte und fragmentierte Landschaft. Speziell Arten, die an strukturreiche Landschaften gebunden sind, macht das Probleme. Die beiden Wieselarten Hermelin und Mauswiesel sind zwei dieser Arten, die auf die Verliererseite gehören.

Die Stiftung WIN Wieselnetz hat deshalb ein Grossprojekt zur schweizweiten Förderung und Vernetzung von Lebensräumen initiiert. Dabei werden grosse Räume ausgeschieden, die jeweils an Nationale Wildtierkorridore angebunden sind. Innerhalb dieser Räume werden die noch guten Lebensrauminseln aufgewertet und miteinander vernetzt - und die einzelnen eigenen Räume ebenfalls miteinander vernetzt. So wird die Durchgängigkeit gefördert und Lebensraum für diese kleinen und doch so grossen Jäger geschaffen.

Ein wichtiges Bindeglied innerhalb dieser Perlenkette aus Räumen ist das Gebiet des Juraparks Aargau. Als Teil der Projektleitung wirkt Quadrapoda bei der Planung und Aufwertung dieses Gebiets für Wiesel mit.

 

Zusammenarbeit mit UNA und dem Jurapark Aargau

Unterstützung von Temperatio Stiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, Jurapark Aargau


Wildwechsel

Wildwechsel ist ein spannendes Pilotprojekt von Stadtgrün Bern zur Förderung der Natur in der Stadt. Zweimal jährlich steht dann der grüne Baustellen-Wagen für jeweils einige Wochen an einem Standort in Bern und informiert und animiert die Quartierbewohner, "ihre" Natur in ihrem Quartier kennenzulernen und zu fördern. Hier finden spannende Exkursionen statt und Aktionen laden zum Mitmachen ein. Und der eine oder andere Quartierbewohner lässt sich für einen umweltfreundlichen Garten beraten.

 

Quadrapoda unterstützt Stadtgrün bei spezifischen Fragen zu den Wildtieren in Gärten und führt im Zusammenhang mit Wildwechsel im Jahr 2018 eine öffentliche Führung zu Kleinsäuger durch.


Berner Haselmäuse

Haselmäuse gehören zu den Schläfer wie die Siebenschläfer und die Gartenschläfer. All drei Arten kommen in der Schweiz vor. Obwohl das Habitat zwischen Thun und Bern der Haselmaus entspräche, stammen die einzigen Nachweise aus dem Jahr 1990 (CSCF). Das hat mit grosser Wahrscheinlichkeit eher mit mangelnden Beobachtungen denn mit fehlenden Tieren zu tun. Mit Haselmauskästen soll in dieser Pilotstudie nun die Art nach und nach entlang der Aare nachgewiesen werden.


Oder haben Sie ein solches Tierchen gesichtet? Gerne können Sie Ihre Meldung über das Kontaktformular mitteilen.

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Foto: Björn Schulze