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Gut vernetzt durchs Grosse Moos

Ein Smaragd für Fledermäuse

 


Gut vernetzt durchs Grosse Moos

Für viele kleine Säugetiere ist das Leben und Überleben in unserer Welt schwierig geworden: intensiv bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen, monotone Böschungen, dichte Siedlungen mit artenarmen Gärten und künstliches Licht, das die Nächte taghell erscheinen lässt, machen diesen Tieren zu schaffen.

Das vorliegende Projekt ist ein Nachfolgeprojekt von "Lebensader Ufervegetation" und fokussiert sich auf die möglichen Vernetzungsachsen für Fledermäuse, Haselmäuse und Wiesel im Grossen Moos.

Übergeordnetes Ziel sind Vernetzungsachsen zwischen den einzelnen Waldstücken im Grossen Moos, sowie zwischen den Quartieren der geschützten Fledermäusen im Grossen Moos und den umliegenden Wälder. Dabei sollen die noch halbwegs bestehenden Vernetzungsachsen wieder aufgewertet werden und neue Korridore nach Möglichkeit entstehen. Begleitet wird das Projekt mit Aktivitäten und Artikeln, um die Anliegen der kleinen Säugetiere bekannt zu machen.

 

Artikel im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kallnach (November 2021)

 

Das Projekt "Gut vernetzt durchs Grosse Moos" wird von der Abteilung für Naturförderung des Kantons Bern, der Stotzer-Kästli Stiftung und der Vogelwarte Sempach finanziell unterstützt.


Ein Smaragd für Fledermäuse

Es gibt über 23 Arten Fledermäuse im Kanton Bern. Alle sind geschützt und doch sind die meisten Bestände rückläufig. Ein Grund dafür sind fehlende Flugkorridore zwischen Quartier und Jagdrevier. Dabei nutzen Fledermäuse Hecken, Waldränder, Baumalleen und andere Strukturen im Raum. Wo der Abstand zwischen zwei Gebüschgruppen oder Bäumen mehr als 20 Meter beträgt, kann das bei einigen Arten wie den Langohren oder den Hufeisennasen bereits als Barriere wirken.

Auch im Smaragdgebiet Oberaargau sind zahlreiche Fledermausarten vorhanden - darunter stark gefährdete Arten wie das Grosse Mausohr und das Braune Langohr. Die Vernetzung zwischen den noch bestehenden bekannten Quartieren in den Siedlungen zu den umliegenden Wäldern sind oft sehr spärlich vorhanden. Mit neuen Hecken und neu gesetzten Bäumen werden in diesem Projekt bereits bestehende Flugkorridore aufgewertet und neue Korridore geschaffen. Dabei wird auch die Situation der künstlichen Beleuchtung mit einbezogen. Wo möglich sollen dunkle Korridore für Fledermäuse entstehen.

Neben den Aufwertungen für Fledermäuse wird stark auf die Informationsvermittlung gesetzt: Artikel, Vorträge und Exkursionen runden das Projekt ab.

 

Im Jahr 2021 erschienen:

Mitteilungsblatt Bleienbach

d'Brügg (Thunstetten)

 

Das Projekt wird von der Abteilung für Naturförderung des Kantons Bern unterstützt.